Die Ahnentafel (Aszendenztafel) ist nach mathematischen
Gesetzen aufgebaut.

Hier
erscheinen alle Vorfahren, auch jene mütterlicherseits. Ausgangspunkt bildet
eine einzige Person (Proband), welche weiblich oder männlich sein kann.
mehr
"Wir sollen nicht sein, wie die Väter waren, aber wir
sollen zusehen, wie sie sich verhalten haben – im Erfolg und Misserfolg.
Nur so werden wir geschichtsfähig, und eben: nur der Geschichtsfähige hat eine
Gegenwart und eine Zukunft." Diese Zeilen, verfasst durch Hans Wysling,
schliessen in ihrer Interpretation selbstverständlich nicht nur die männlichen,
sondern ebenso die

weiblichen
Vorfahren, also alle Mütter mit ein. Es ist die Neugier der persönlichen Herkunft,
es sind die Fragen "woher komme ich", "wie lebten meine Väter und Mütter" und
"was taten sie", die den Menschen immer wieder veranlasst, weiter rückwärts,
nach seinen Wurzeln, zu suchen.

Vielleicht
liegt bei Ihnen zu Hause ein altes Schriftstück, von dem Sie wissen, es gehört
zur Familiengeschichte, oder ein historisches Familienwappen ist aufgehängt.
Möglicherweise verfügen Sie über einen ganzen Fundus von alten Dokumenten oder
über gar keine schriftlichen Urkunden, und Sie möchten trotzdem mehr über Ihren
geschichtlichen Ursprung erfahren. Für den Einstieg in Ihre Familienforschung
spielen die bereits vorhandenen Papiere eine kleinere Rolle. Zwei Punkte sind
Voraussetzung: Sie sollten Ihren Geburts- oder Heimatort kennen, und neugierig
sollten Sie sein. Familienforschung gleicht einem Zusammensetzspiel. Erst
müssen die einzelnen Puzzleteilchen gesucht werden, um sie dann chronologisch
an einander reihen zu können. Daraus wird die gewünschten Tafel (Stammtafel,
Ahnentafel, Nachfahrentafel) oder der Stammbaum erstellt. Mit der Hilfe der
genealogischen Daten lässt sich auch das Familienwappen, sofern eines existiert,
nachweisen. Als wertvolle Ergänzungen zu der eigentlichen Grundlagenforschung
dienen die Chroniken (Familienchronik, Hauschronik, Hofchronik). Neben den statistischen
Daten fliessen hier interessante Informationen über die Lebensverhältnisse und
das Umfeld der Vorfahren mit ein. Diese veranschaulichen deren Lebensweise näher
und beantworten Fragen wie:

"was
bestimmte ihr Alltagsleben", "was besassen sie, und was gaben sie an wen weiter",
"womit musste die verwitwete Mutter auskommen", "woraus bestand der Hausrat",
"wie viele welcher Art von Tieren wurden auf dem Hof gehalten", "was wurde auf
den Äckern angebaut", "mit welcher Art von Werkzeug wurde ein Handwerk betrieben",
"welchen Berufsweg und Lebensweg schlugen die Kinder ein", "weshalb und worüber
wurden Gerichtshändel ausgefochten".